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Global History – (M.A.)

University of Heidelberg

Philosophische Fakultät
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Disziplinen:
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Bewerbungsfrist: July 15 (Wintersemester); January 15 (Sommersemester)
Jährliche Studiengebühr: ≈ € 1.000
Location: Heidelberg / Deutschland / Karte anzeigen ▾ Karte ausblenden ▴
Dauer: 24 Monate Beginn: April, Oktober
Unterrichtsform:
  • Lehre
Studienart:
  • Vollzeit
Sprachen: Deutsch 
8.707999,49.409922

Lage University of Heidelberg

Ein wesentliches Anliegen der Geschichtswissenschaft besteht in der Diskussion der Frage, für welche Vergangenheit sich die jeweilige Gegenwart interessiert und wie aktuelle Anliegen das Interesse an der Vergangenheit verändern.

Im 21.Jahrhundert sind Globalisierungsprozesse zu einem Schlüsselelement gesellschaftlicher Orientierung geworden. Ängste und Hoffnungen fokussieren auf die Frage, in welchem Maß neue Kommunikationstechnologien zu einer Amalgamierung der Kulturen führen, ob nationalstaatliche Orientierung überwunden oder im Gegenteil stärker ausgeprägt wird, ob Globalisierung eine vornehmlich ökonomische Entwicklung darstellt oder eine Metapher der Grenzüberschreitung, und ob es sich dabei um ein vorwiegend modernes Phänomen handelt oder doch nur um eine moderne Begriffshülse, hinter der sich historische Globalisierungsprozesse verbergen, die zuweilen schon im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit eingesetzt haben.

Der in Heidelberg angebotene Studiengang Global History vermittelt Einsicht in historische Entwicklungsprozesse von Grenzüberschreitungen. Globalhistorische Theorien und Ansätze legen nahe, die Geschichte nicht mehr als universale, unilineare und fortschrittsorientierte Entwicklung zu definieren, sondern als Ausprägung unterschiedlicher Historizitäten zu verstehen. Damit wird die bislang zentrale Stellung Europas in der Geschichtsschreibung kritisch reflektiert und Geschichte als Ordnungsvorstellung und Deutungsmacht verstanden.

Das Lehrangebot kombiniert die räumliche Dimension der Geschichte (Area Studies) mit einer thematischen Ausrichtung (Topics) und nutzt dabei die im Rahmen des Heidelberger Exzellenzclusters in Entwicklung begriffenen Debatten um kulturelle Austauschprozesse zwischen Europa und Asien. Der Studiengang ermöglicht und unterstützt interdisziplinäres Arbeiten und will die Beschäftigung mit Global History mit dem Zugang zur globalen Scientific Community auch als lebenspraktische Erfahrung kommunizieren.


Inhalte

Die historischen Wissenschaften sind auf vielfältige Art und Weise gegliedert. Diese Gliederung schlägt sich sowohl in der institutionellen Zuordnung der verschiedenen Teildisziplinen als auch in deren Einbettung in einzelne Studiengänge nieder.

Zunächst ist zu unterscheiden zwischen dem Fach Geschichte überhaupt – ohne nähere Spezifizierung nach Gegenstandsbereichen – und den Spezialgeschichten wie der Geschichte des Rechts, der Kirche, der Wirtschaft, der Medizin usw., die jeweils an den Fakultäten angesiedelt sind, die den entsprechenden Wissenschaften dienen. Die Kunstgeschichte bildet ein eigenes Fach; die Musikgeschichte ist Teil des Faches Musikwissenschaft.

Das Fach Geschichte als solches ist nach alter Tradition zunächst zeitlich gegliedert in Altertum, Mittelalter und Neuzeit. In Heidelberg werden im wesentlichen die Epochendisziplinen Alte Geschichte (Griechische und Römische Geschichte), Mittelalterliche Geschichte (Früh-, Hoch- und Spätmittelalterliche Geschichte), Neuere Geschichte (1500-1900 – Frühneuzeitliche und Neuere Geschichte) und Neueste Geschichte (ab 1900 – Neueste Geschichte und Zeitgeschichte) unterschieden. Die Ur- und Frühgeschichte umfasst die Epochen ohne Schriftzeugnisse und steht der Archäologie nahe. Neben der zeitlichen Gliederung gibt es geographische Gliederungen, die sich gegenüber der räumlich prinzipiell unbegrenzten Zuständigkeit des Fachs Geschichte wie regionale Spezialisierungen ausmachen. In Heidelberg vertritt das Historische Seminar die Mittelalterliche sowie Neuere und Neueste Geschichte, davon getrennt ist das Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik. Für einzelne regionale Spezialisierungen gibt es weitere eigene Institute bzw. Lehrstühle: Das Seminar für Osteuropäische Geschichte, das Südasien-Institut mit der Abteilung für Geschichte Südasiens und das Fränkisch-Pfälzische Institut als Institut für Landesgeschichte. Integriert in die Bibliothek des Historischen Seminars ist die Schurman-Bibliothek für Amerikanische Geschichte.

Anforderungen

Zugangsvoraussetzungen sind:

1. das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife, einer einschlägigen fachgebundenen Hochschulreife, eine ausländische Hochschulzugangsberechtigung oder eine von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung und

2. ein mit überdurchschnittlichem Erfolg erworbener Abschluss im Studiengang Geschichte oder in Studiengängen mit im Wesentlichen gleichem Inhalt an einer in- oder ausländischen Hochschule, für den eine Regelstudienzeit von mindestens drei Studienjahren festgesetzt ist, oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluss. Bei diesem muss der Fachanteil in der Regel mindestens 50%
oder 70 Leistungspunkte betragen. In Ausnahmefällen ist auch ein Fachanteil von weniger als 50%, aber mindestens 20% oder 28 Leistungspunkten ausreichend.

Bei der Bewertung des überdurchschnittlichen Ergebnisses können insbesondere berücksichtigt werden:
1. Hochschulabschlussnoten von in der Regel mindestens 2,0; für den Fall, dass gem. Abs. 1. Nr. 2 Satz 3 der Fachanteil in Geschichte weniger als 50%, aber mindestens 20% beträgt, Hochschulabschlussnoten von mindestens 1,5;
2. Nachweis über die fachliche Einstufung des Bewerbers bzw. der Bewerberin innerhalb der Hochschule bei der Abschlussprüfung, die Voraussetzung für die Zulassung für diesen Masterstudiengang ist (Ranking).

Über die Gleichwertigkeit der Vorbildung sowie die Vergleichbarkeit der qualifizierten Abschlüsse entscheidet der Zulassungsausschuss. Bei der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen sind die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz sowie die Absprachen im Rahmen von Hochschulpartnerschaften zu beachten. In Zweifelsfällen wird die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) gehört.


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