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Soziologie – (M.A.)

Karl-Franzens University of Graz

Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
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Disziplinen:
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Bewerbungsfrist: Sommersemester: March 19 (EU); February 1(Non EU); Wintersemester: October 23 (EU); September 1(Non EU)
Jährliche Studiengebühr: Gratis ≈ € 726 (nicht-EW)
Location: Graz / Österreich / Karte anzeigen ▾ Karte ausblenden ▴
Dauer: 24 Monate Beginn: März, Oktober
Unterrichtsform:
  • Lehre
Studienart:
  • Vollzeit
Sprachen: Deutsch 
15.453815,47.086546

Lage Karl-Franzens University of Graz

Das Masterstudium Soziologie bietet eine Vertiefung der im Bachelorstudium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten einer forschungsbasierten wissenschaftlichen Berufsvorbildung. Interdisziplinarität, soziale Kompetenz und Mehrsprachigkeit sind weitere, wesentliche Gesichtspunkte der Ausbildung.

Das Curriculum der Soziologie an der Karl-Franzens-Universität Graz ist durch fünf Merkmale ge-kennzeichnet.

(1) Das Masterstudium Soziologie zeichnet sich durch eine Schwerpunktsetzung der Ausbildung im Bereich der soziologischen Theorie und der fortgeschrittenen Methoden der empirischen Sozialfor-schung aus.

(2) Die soziologischen Kernfächer werden durch eine interdisziplinäre Vertiefung abgerundet.

(3) Das Verfassen der Masterarbeit wird durch eigene Lehrveranstaltungen begleitet, die in enger Verbindung mit den Forschungsschwerpunkten des Instituts für Soziologie stehen.

(4) Der Übergang in die Berufswelt wird durch ein Praktikum erleichtert.

(5) Für Studierende, die sich für eine wissenschaftliche Berufslaufbahn qualifizieren wollen, bietet das wissenschaftliche Praktikum die Möglichkeit, Lehrerfahrung zu erwerben.

Qualifikationsprofil

Die Soziologie beschreibt, analysiert und bewertet soziale Prozesse und soziale Veränderungen auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen und trägt hiermit zur Bewältigung praktischer Probleme und komplexer Entscheidungssituationen bei. Im Zuge des Studiums sollen Qualifikationen vermittelt wer-den, die in unterschiedlichen Arbeits- und Berufsfeldern einsetzbar sind. Als berufsbezogene Anforde-rungen und Qualifikationen sind zu nennen:

* Solide Kenntnisse der Konzepte, Theorien und Denkweise der Soziologie, die für die Analyse und Bewertung komplexer sozialer Sachverhalte sowohl im Kontext der jeweiligen Berufswelt wie im weiteren gesellschaftlichen Umfeld notwendig sind.
* Die Fähigkeit, die in der Fachliteratur publizierten Ergebnisse von Studien nachzuvollziehen und im Hinblick auf ihre methodische Qualität zu bewerten sowie darauf aufbauend empirische Untersu-chungen eigenständig zu konzipieren und durchzuführen.
* Die Anwendung des theoretischen und methodischen Fachwissens zur Diagnose und zum Ver-ständnis sozialer Probleme als Voraussetzung für ihre Lösung. Eine zunehmende Bedeutung ge-winnt hierbei die Beratung von Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft bei sozialplanerischen Maßnahmen, bei der Einführung neuer Gesetze, Organisationsstrukturen, betrieblicher Arbeitsmo-delle u. dgl.
* Die Fähigkeit, soziale Prozesse in Arbeitsteams und Organisationen analytisch zu erfassen, Grup-penkonflikte zu bewältigen und Führungsaufgaben zu übernehmen.
* Die Entwicklung von innovativem und kreativem Denken und Verhalten auf der Grundlage soziologi-scher Ideen und Perspektiven. Dies ist gerade für qualifizierte Positionen, Expertentätigkeiten sowie für Führungsfunktionen jeder Art unabdingbar, da hier die Umwegsrentabilitäten einer breit angeleg-ten gesellschaftlichen Analyse zum Tragen kommen.
* Erwerb ökonomischer Grundkenntnisse als Ergänzung zu den soziologischen Kernkompetenzen. Diese sind nicht nur im Bereich der wirtschaftsbezogenen Tätigkeitsfelder im engeren Sinne, son-dern auch bei der Akquirierung und Durchführung von Forschungs- und Sozialprojekten wie auch bei der Aufnahme einer freiberuflichen selbständigen Tätigkeit erforderlich.

Ziele des Masterstudiums

Das Masterstudium baut auf dem im Bachelorstudium erworbenen Grundwissen auf, ist jedoch stärker forschungsorientiert. Durch die Erweiterung des soziologisch-theoretischen Wissens und die Vertie-fung der methodologischen Kenntnisse sollen die Absolventinnen und Absolventen in die Lage ver-setzt werden, empirische Forschungsprojekte, Evaluationsstudien und soziologische Expertisen ei-genständig zu planen, selber durchzuführen und im Kontext des jeweiligen Berufsfeldes praktische Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen zu ziehen.

Im Masterstudium ist eine verstärkte Verbindung zwischen der am Institut durchgeführten Forschung und der Lehre vorgesehen. Im Rahmen der Forschungswerkstatt wird den Studierenden ein Einblick in einen der Forschungsschwerpunkte des Instituts für Soziologie gegeben und die Studierenden wer-den nach Maßgabe der Möglichkeiten in laufende Forschungsprojekte des Instituts eingebunden. Ent-sprechend den Forschungsschwerpunkten des Instituts für Soziologie konzentriert sich die wissen-schaftliche Vertiefung im Masterstudium auf folgende Bereiche:

* Theorie und Geschichte der Soziologie;
* Internationale und vergleichende Sozialforschung;
* angewandte Soziologie;
* Geschlechterforschung und Gender Studies;
* Soziologie wirtschaftlicher Institutionen und Kulturen;
* Kultursoziologie und Gegenwartsdiagnostik;
* Wissenschaftsforschung und Wissenschaftssoziologie.


Inhalte

Das Masterstudium Soziologie hat eine Dauer von vier Semestern (120 ECTS-Anrechnungspunkte). Die Pflichtfächer haben einen Umfang von 79 ECTS-Anrechnungspunkten, 12 ECTS-Anrechnungspunkte entfallen auf freie Wahlfächer. Die Masterarbeit zählt 22 ECTS-Anrechnungspunkte, die abschließende Fachprüfung 7 ECTS-Anrechnungspunkte.

Pflichtfächer und Wahlfächer

Folgende Fächer sind zu absolvieren:

Soziologische Theorie und Wissenschaftsanalyse

* Soziologische Theorie, SE
* Wissenschaftssoziologie, KS
* Philosophie der Sozialwissenschaften, KS

Empirische Sozialforschung

* Fortgeschrittene Methoden der Datenanalyse, KS
* Fortgeschrittene qualitative Methoden, KS

Vorbereitung auf die Masterarbeit

* Forschungswerkstatt, FW
* Forschungsseminar, SE
* Projektplanung und Forschungsmanagement, UE

Interdisziplinäre Vertiefung, 1 Modul à 16 ECTS-Anrechnungspunktenach Wahl des/r Studierenden eines der folgenden Module. Im gewählten Modul sind zu gleichen Teilen Lehrveranstaltungen aus dem Lehrangebot der Studienrichtung Soziologie und Lehrveranstaltungen aus benachbarten Studienrichtungen zu wählen.

* Wirtschaft
* Politik
* Kultur
* Gesellschaftliche Strukturen und Prozesse

Ergänzendes Wahlpflichtfach, 1 Modul à 8 ECTS-Anrechnungspunkte

a) Volkswirtschaftslehre

b) Betriebswirtschaftslehre

c) Wirtschafts- und Sozialgeschichte

d) Recht und Politikwissenschaft

e) Rechts- und Sozialphilosophie

f) Sozialpsychologie

g) Kulturwissenschaften

h) Geschlechterforschung und Gender Studies

Masterarbeit

Fachprüfung

Freie Wahlfächer

Forschungswerkstatt

Die Forschungswerkstatt zielt auf eine wissenschaftliche Vertiefung in einem der folgenden Themen-bereiche:

(a)Theorie und Geschichte der Soziologie;
(b)Internationale und vergleichende Sozialforschung;
(c)angewandte Soziologie;
(d)Geschlechterforschung und Gender Studies;
(e)Soziologie wirtschaftlicher Institutionen und Kulturen;
(f)Kultursoziologie und Gegenwartsdiagnostik;
(g)Wissenschaftsforschung und Wissenschaftssoziologie.

Wahlpflichtfächer und freie Wahlfächer

Die Wahl eines Moduls, das bereits im Bachelorstudium absolviert wurde, ist ausgeschlossen. Für die freien Wahlfächer gelten die gleichen Empfehlungen wie im Bachelorstudium. Für die Zugangsmöglichkeiten zu den betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Modulen gelten die Bestimmungen der Curricula Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft.

Praxis

Im Masterstudium kann zur Erprobung und praxisorientierten Anwendung erworbener Kenntnisse ein Praktikum absolviert werden. Dieses Praktikum kann entweder als Berufs- oder als Wissen-schaftspraxis erfolgen.

Das Berufspraktikum ist eine Praxis gemäß § 17 Studienrechtliche Bestimmungen der Satzung der Karl-Franzens-Universität und dient dem Kennenlernen möglicher Berufsfelder, dem Vertrautwerden mit den Verhältnissen auf dem Arbeitsmarkt und der Anwendung der bereits erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten. Als facheinschlägige Praxis im Sinne der Studienrechtlichen Bestimmungen der Sat-zung gelten alle Tätigkeiten in Einrichtungen der unter § 3 in diesem Curriculum angeführten Berufs-felder und Tätigkeitsbereiche. Die Curricula-Kommission übernimmt keine Vermittlungsfunktion für Praktikumsstellen. Den Studierenden wird jedoch eine Dokumentation von Praktikumsstellen zur Ver-fügung gestellt. Für das Berufspraktikum werden 6 ECTS-Anrechnungspunkte vergeben. Vorausset-zung für die Anerkennung ist die Vorlage eines schriftlichen Praxisberichts. Die Anerkennung erfolgt durch die Vorsitzende oder den Vorsitzenden der Curricula-Kommission.
(3) Als wissenschaftliche Praktika können geeignete Studierende, insbesondere im Rahmen der Ar-beitsgemeinschaft (AG) des Bachelorstudiums, als Lehrpraktikanten/Lehrpraktikantinnen tätig werden. Studierende können sich für diese bewerben oder von Lehrenden zur Mitwirkung eingeladen werden. Die Tätigkeit als Lehrpraktikanten/Lehrpraktikantinnen wird pro Semester mit 4 ECTS-Anrechnungspunkten anerkannt. Das Zeugnis wird von den Leiterinnen und Leitern der Arbeitsge-meinschaft ausgestellt.
Berufs- oder Wissenschaftspraktikum werden für die freien Wahlfächer angerechnet.

Anforderungen

Die Zulassung zum Masterstudium Soziologie setzt den Abschluss eines Bachelorstudiums in Sozio-logie oder eines gleichwertigen Studiums, das an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung absolviert wurde, voraus.


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