| Bewerbungsfrist: | Sommersemester: March 19(EU); February 1(Non EU); Wintersemester: October 23(EU); September 1(Non EU) | ||
| Jährliche Studiengebühr: | Gratis - | ||
| Location: | Graz / Österreich / Karte anzeigen ▾ Karte ausblenden ▴ | ||
| Dauer: | 24 Monate | Beginn: | März, Oktober |
| Unterrichtsform: |
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| Studienart: |
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| Sprachen: | Deutsch | ||
Die Alte Geschichte versucht die großen Leitlinien jenes räumlich und zeitlich nicht verbindlich umrissenen Komplexes aufzuzeigen, den man gemeinhin mit dem Etikett 'Antike' versieht. Dieses Gebilde umfasst die frühen Hochkulturen, die
bronzezeitlichen Kulturen der Ägäis und Altitaliens und das griechisch-römische Altertum (einschließlich der Randvölker) bis in das 6. Jh. n. Chr., wobei räumlich auch die gesamte Oikumene vom alten China bis nach Mittel- und Südamerika in die
(vergleichende) Betrachtung einbezogen wird, und zeitlich Ausblicke sowohl in die Prähistorie als auch in die mittelalterliche, neuere und neueste Geschichte unter besonderer Berücksichtigung des Nachlebens der Antike selbstverständlich sind.
Vorwiegend der materiellen Hinterlassenschaft dieser 'Antike' widmet sich die Altertumskunde, mit dem primären Anliegen, die Realien der menschlichen Lebenswelt und die Grundbedürfnisse des Daseins - von den Jenseitsvorstellungen bis zu
den Essgewohnheiten - zu erfassen und so aufzubereiten, dass von diesen allgemeinen Voraussetzungen menschlichen Handelns - eben den 'Altertümem' - ausgehend versucht werden kann, die Antriebskräfte für die historischen Abläufe
durchschaubar zu machen.
Alte Geschichte und Altertumskunde bedingen und ergänzen einander solcherart als Betrachtungsweisen auf dem unüberschaubaren Feld menschlicher Erinnerungen und Hinterlassenschaften.
Für die Alte Geschichte gilt zumindest im gleichen Maß wie für das Fach Geschichte an sich die von Menschen offenbar gewünschte Verpflichtung zu weitreichender und möglichst dichter Erinnerung an Ereignisse, Phänomene und Zustände der
Vergangenheit. Aus der Abgeschlossenheit des von der Alten Geschichte bearbeiteten Bereichs resultieren Verknüpfungsmöglichkeiten zu strukturell vergleichbaren Erscheinungen späterer Epochen und damit auch eine bestimmte
Beeinflussung des Wertesystems. Die Gesichtspunkte von 'Alterität' und 'Vertrautheit' gelten besonders für die Alte Geschichte, Konstanz und Wandel werden besonders bei Betrachtung langfristiger Perspektiven erkennbar.
Neben dem bisher Gesagten darf an die grundsätzliche Wichtigkeit des Faches für die Beurteilung und Wertung der Entwicklung allgemeinmenschlicher Phänomene wie Arbeit, Sport, Armut, Magie und Religion, Sterben und Tod, Erotik und
Sexualität etc. erinnert werden.
Dem Fach Alte Geschichte und Altertumskunde kommt in gewisser Hinsicht eine wissenschaftliche Kontrollfunktion bei der Beurteilung der Entstehung der Weltreligionen (Christentum etc.) und dogmatischer Weltanschauungen (Marxismus,
dialektischer Materialismus, Rassenlehre etc.) zu. Durch die Anwendung der Prinzipien der Vergleichenden Geschichtswissenschaft können für Erscheinungen wie Xenophobie, Völkerklischees und Herrschaftsformen Erklärungsvorschläge gemacht werden.
Ähnlich und von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist, dass im Zuge der Diskussion über die Stellung der Frau und in weiterer Folge im Rahmen der Frauen- und Geschlechterforschung (Genderstudies) die Alte Geschichte immer wieder
entweder als Stichwortgeber oder zur Legitimation von (durchaus kontroversiellen) Positionen benutzt wurde, was einem angeregten Dialog förderlich war und ist.
Bildungsziele des Studiums
* Vertiefung des in einem fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums erworbenen Basis- und Orientierungswissens.
* Einsichten in die Methoden und theoretischen Grundlagen des Faches Alte Geschichte und Altertumskunde zur kritischen Reflexion des zu erwerbenden Wissens.
* Interpretation, Auswertung und Einordnung der Inhalte historiographischer, epigraphischer und numismatischer Quellen im wissenschaftlichen Diskurs.
Der Einsatz unterschiedlicher Lehrveranstaltungstypen zielt darauf ab, Studierende systematisch auf diverse Anforderungen ihres späteren Berufslebens vorzubereiten. Demgemäß soll sowohl auf individueller Basis als auch in Teamarbeit Wissensmanagement im weitesten Sinn des Wortes, von der Recherche über Sammlung und Ordnung bis zur Präsentation in Stichworten auf Handouts oder in ausformulierter Form, in Vortrag oder Diskussion geübt und damit nicht zuletzt
Teamfähigkeit trainiert und soziale Kompetenz erworben werden.
Das Masterstudium Alte Geschichte und Altertumskunde ist in vier Semester gegliedert und umfasst gem. § 54 Abs. 3 UG 2002 einen Arbeitsaufwand von 120 ECTS-Anrechnungspunkten. Die ECTS-Anrechnungspunkte betragen 84 in den
Pflichtfächern, 20 in den gebundenen Wahlfächern und 16 in den freien Wahlfächern. Sie sind folgenden Modulen und anderen Leistungen zugeordnet:
Module
* Modul A: Politische Geschichte des Altertums
* Modul B: Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Altertums
* Modul C: Kulturgeschichte des Altertums
* Modul D: Grundwissenschaften und Traditionstransfer
* Modul E: Präsentation und Kritik wissenschaftlicher Ergebnisse
* Modul F: Politische Geschichte des Altertums Vertiefung
* Modul G: Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Altertums Vertiefung
* Modul H: Kulturgeschichte des Altertums Vertiefung
* Modul I: Grundwissenschaften und Traditionstransfer Vertiefung
Masterarbeit
Masterprüfung
Freie Wahlfächer
Lehrveranstaltungstypen
Im Curriculum sind folgende Lehrveranstaltungstypen vorgesehen:
(a) Seminare (SE): Seminare dienen der wissenschaftlichen Diskussion. Von den Teilnehmenden werden eigene Beiträge geleistet. Seminare werden in der Regel durch eine schriftliche Arbeit abgeschlossen.
(b) Übungen (UE): Übungen haben den praktischen beruflichen Zielen der Studien zu entsprechen; in ihnen werden Aufgaben gelöst.
(c) Privatissima (PV): Privatissima sind spezielle Forschungsseminare.
Alle unter (a) bis (c) genannten Lehrveranstaltungstypen gelten als Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter.
Aufbau und Gliederung des Studiums
Das viersemestrige Masterstudium umfasst einen Arbeitsaufwand (Workload) von insgesamt 120 ECTSAnrechnungspunkten. Es ist nach Fächern in Module gegliedert. Die Lehrveranstaltungen sind im Folgenden mit Abkürzung, Titel, Typ, ECTS-Anrechnungspunkten (ECTS), Kontaktstunden (KStd.) und empfohlener Semesterangabe (Sem.) genannt. Aus den gebundenen Wahlfächern ist entsprechend der Vorgaben auszuwählen. Die Modulbeschreibungen befinden sich in
Anhang I.
Gebundene Wahlfächer
Im Laufe des Masterstudiums müssen Gebundene Wahlfächer im Umfang von 20 ECTS-Anrechnungspunkten absolviert werden. Die Gebundenen Wahlfächer dienen der Vertiefung bzw. Spezialisierung im Rahmen der Pflichtfächer (Modul A-D).
Es sind zwei der vier Vertiefungs-Module (Modul F-I) zu wählen. Pro gewähltem Modul müssen mindestens 8 ECTSAnrechnungspunkte erworben werden.
Freie Wahlfächer
Während der gesamten Dauer des Masterstudiums sind frei zu wählende Lehrveranstaltungen im Ausmaß von 16 ECTSAnrechnungspunkten
zu absolvieren. Die freien Wahlfächer können an jeder anerkannten in- und ausländischen Universität sowie jeder inländischen Fachhochschule oder Pädagogischen Hochschule absolviert werden und dienen der Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten sowohl aus dem eigenen Fach nahe stehenden Gebieten als auch aus Bereichen von allgemeinem Interesse.
Sie sollen das Studium der Alten Geschichte und Altertumskunde in sinnvoller Weise in zeitlicher, räumlicher und/oder methodischer Hinsicht erweitern und vertiefen.
Es wird empfohlen, ergänzende und vertiefende Lehrveranstaltungen aus den nachfolgend angeführten Fächern zu absolvieren:
* Ägyptologie
* Altorientalistik
* Antike Randkulturen
* Antike Rechtsgeschichte
* Archäologie
* Austria Romana
* Epigraphik
* (Europäische) Ethnologie
* Etruskologie
* Geschichte
* Historiographie
* Historische Topographie
* Klassische Philologie
* Kunstgeschichte
* Museologie
* Mykenologie
* Numismatik
* Papyrologie
* Philosophie
* Soziologie
* Theologie
* Ur- und Frühgeschichte
* Volkskunde
Es können auch Lehrveranstaltungen, die dem Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen dienen, Lehrveranstaltungen aus Projektmanagement, Personal- und Finanzmanagement, Lehrveranstaltungen aus den Bereichen (angewandte)
Kulturwissenschaften, Frauen- und Geschlechterforschung und Lehrveranstaltungen, die vom Institut für Informationsverarbeitung in den Geisteswissenschaften (INIG) angeboten werden, gewählt werden.
Masterarbeit
(a) Im zweiten Jahr des Masterstudiums ist eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit (Masterarbeit) zu verfassen.
(b) Die Masterarbeit wird mit 20 ECTS-Anrechnungspunkten bewertet.
(c) Die Masterarbeit kann innerhalb der Module A: Politischer Geschichte, B: Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, C: Kulturgeschichte oder D: Grundwissenschaften und Traditionstransfer geschrieben werden.
Auslandsstudien
Es wird den Studierenden empfohlen, ein Semester - unter Nutzung der universitären Mobilitätsprogramme - an einer ausländischen Universität zu absolvieren. Zur Absolvierung wird das zweite Semester empfohlen. Während des Auslandsstudiums absolvierte Lehrveranstaltungen werden bei Gleichwertigkeit von der/dem Vorsitzenden der Curricula- Kommission als Pflicht- und gebundenes Wahlfach anerkannt.
Masterprüfung
Die Masterprüfung ist als kommissionelle Prüfung im Ausmaß von 10 ECTS-Anrechnungspunkten und im Umfang von einer Stunde vor einem Prüfungssenat mündlich abzulegen. Einem Senat haben wenigstens drei Personen anzugehören. Für
jedes Prüfungsfach oder dessen Teilgebiet ist eine Prüferin/ein Prüfer vorzusehen. Ein Mitglied ist zur/zum Vorsitzenden des Prüfungssenates zu bestellen. Prüfer/innen sind im Regelfall der/die Betreuer/in der Masterarbeit und eine weitere Prüferin/ein weiterer Prüfer sowie ein Vorsitzender/eine Vorsitzende.
Eines der beiden Prüfungsfächer hat im Zusammenhang mit dem Thema der Masterarbeit zu stehen, das zweite Prüfungsfach ist aus folgenden Fächern (nicht jenes der Masterarbeit) zu wählen: Politische Geschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Kulturgeschichte oder Grundwissenschaften und Traditionstransfer.
Voraussetzung für die Zulassung zum Masterstudium Alte Geschichte und Altertumskunde ist der Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums oder eines fachlich in Frage kommenden Fachhochschul-Bachelorstudienganges oder
eines anderen gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung. Der Nachweis der allgemeinen Universitätsreife gilt durch den Nachweis dieser Zulassungsvoraussetzung jedenfalls als erbracht.
| Benötigter Abschluss: | Bachelor |
| Benötigte Berufserfahrung | Nicht angegeben |
You can contact Kontakt der Universität Graz to ask a question about Alte Geschichte und Altertumskunde at Karl-Franzens University of Graz.
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