| Bewerbungsfrist: | Sommersemester: March 19 (EU); February 1(Non EU); Wintersemester: October 23 (EU); September 1(Non EU) | ||
| Jährliche Studiengebühr: | Gratis ≈ € 726 (nicht-EW) | ||
| Location: | Graz / Österreich / Karte anzeigen ▾ Karte ausblenden ▴ | ||
| Dauer: | 24 Monate | Beginn: | März, Oktober |
| Unterrichtsform: |
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| Studienart: |
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| Sprachen: | Deutsch | ||
Das Masterstudium Erdwissenschaften vermittelt den Studierenden einen Einstieg in die Wissenschaften. Dies befähigt zu qualitativ hochwertiger und strukturierter Forschungsarbeit sowie zur Entwicklung innovativer Systeme auf wissenschaftlicher Basis in diesem Fach-gebiet.
Internationalität
Zu einer erfolgreichen Tätigkeit in der beruflichen Praxis ist die Verwendung der englischen Sprache in Wort und Schrift als "Lingua Franca" in Wissenschaft, Technik und Wirtschaft von grundlegender Bedeutung. Dieser Umstand wird durch Einbeziehung der englischen Sprache als Unterrichtssprache in Lehrveranstaltungen, durch Förderung von Auslandsaufenthalten und weitere Maßnahmen berücksichtigt. Mobilität von Studierenden in Form eines Studien-aufenthaltes im Ausland wird ausdrücklich begrüßt, als Mobilitätsfenster wird das zweite oder dritte Semester vorgeschlagen. Die Vertiefung Engineering Geology kann auch ohne Kenntnis der deutschen Sprache studiert werden.
Qualifikationsprofil
Das viersemestrige Masterstudium hat als Zielgruppe AbsolventInnen des Bachelorstudiums Erdwissenschaften und österreichische und internationale Studierende, die den Standort Graz aufgrund seiner spezifischen Ausrichtung als Studienort wählen. Das Studium dient der fachlichen Vertiefung und Spezialisierung in Kernkompetenzen am Standort Graz. Zur Erhö-hung der fachlichen Flexibilität einerseits und der Effizienzsteigerung andererseits werden im Rahmen des Masterstudiums spezifische Vertiefungen angeboten, die den gegenwärtigen Stand von Forschung und Lehre am Standort Graz und die aktuelle internationale Entwick-lung der erdwissenschaftlichen Teildisziplinen widerspiegeln. Das Angebot des erdwissen-schaftlichen Masterstudiums bietet eine breite allgemeine Ausbildung, und Vertiefungen in den Bereichen Geologie/Petrologie, Geobiologie/Paläoökologie, Hydrogeologie/Hydrogeo-chemie und Engineering Geology. Das breite Spektrum von erdwissenschaftlichen Diszipli-nen ermöglicht berufsspezifische Ausbildung und das Heranführen an eine wissenschaftliche Karriere in gleichem Maße. Die Wahl der Vertiefungen soll die Einbindung in nationale und internationale Projekte ermöglichen und so zu einer verstärkten Interaktion von Forschung, wirtschaftlich orientierter Anwendung und Lehre führen.
Bedarf und Relevanz des Studiums für die Wissenschaft und den Arbeitsmarkt: Die breite allgemeine erdwissenschaftliche Basis des Masterstudiums nimmt Rücksicht auf sich ständig ändernde Bedürfnisse des Arbeitsmarktes, auf den flexibel reagiert werden kann. Zusätzlich wird eine Basis vermittelt um einen flexiblen Einstieg in eine wissenschaftliche Karriere zu ermöglichen. Zwei der Vertiefungen, Engineering Geology sowie Hydrogeolo-gie/Hydrochemie, bieten berufsspezifische Ausbildung für geotechnische und umweltrelevan-te Aufgabengebiete. Die beiden anderen Vertiefungen, Geologie/Petrologie Geobiolo-gie/Paläoökologie, decken einerseits andere breit gefächerte Arbeitsfelder ab (Industrie, Mi-neralische Werkstoffe, Materialwissenschaften) und haben zusätzlich einen Fokus in erdwis-senschaftlicher Grundlagenforschung.
Die Vertiefung Geologie - Petrologie hat das Ziel der Absolventin /dem Absolventen ein hoch-qualifiziertes, prozessorientiertes Verständnis über die Entwicklung der festen Erde und ihrer Bestandteile zu vermitteln. Die Verknüpfung von allgemeinen naturwissenschaftlichen Prinzipien, einer profunden Vermittlung geologisch - petrologischer Kenntnisse und einer Vielzahl von analytischen und mathematischen Methoden garantiert eine wissenschaftliche und berufsorientierte Qualifikation. Damit ist der Absolvent /die Absolventin befähigt, flexibel auf sich ständig ändernde Bedürfnisse von Arbeitsmarkt und Wissenschaftslandschaft zu re-agieren. Drei Ausbildungsziele sind integrativer Bestandteil des Masterstudiums - Vertiefung Geologie - Petrologie: (a) Heranführen der Studierenden an international hochwertige wis-senschaftliche Forschung durch Einbindung in bestehende Projekte und "Lernen in Arbeits-gruppen". (b) Qualifizierung für einen breit gefächerten Arbeitsmarkt, der nicht durch Spezia-listen abgedeckt ist, sondern breites Verständnis für erdwissenschaftliche Prozesse verlangt (Beurteilung von Ressourcen, Rohstoffe, Industrie,...). (c) Vermittlung eines tiefgreifenden Verständnisses von metamorphen und tektonischen Prozessen vom Mikro- bis zum Makro-bereich. Damit wird der Absolventin / dem Absolventen ein breitgefächertes Anwendungsfeld eröffnet, das von der Beurteilung geogener Risiken bis zur materialwissenschaftlichen An-wendung reicht.
Die Vertiefung Geobiologie und Paläo-Ökologie ist im Überschneidungsbereich Erdwissen-schaften - Biowissenschaften angesiedelt. Sie nimmt damit eine vermittelnde Rolle zwischen Prozessen der Biosphäre und der Litho-, Hydro- und Atmosphäre ein. Besonderes Augen-merk wird dabei auf Rückkopplungseffekte zwischen den Sphären gelegt. Grundlage dafür ist das Verständnis für globale Stoffkreisläufe und deren biogene Beeinflussung, wobei dem Sauerstoff- und Kohlenstoff-Kreislauf besondere Bedeutung zukommt. Die Dynamik in der Entwicklung dieser Stoffflüsse ist in fossilen Archiven für die gesamte Erdgeschichte gespei-chert. Das Verständnis aktueller Prozesse erlaubt aus diesen Archiven eine Evaluation der heutigen Situation und soll zur Abschätzung künftiger Entwicklungen beitragen.
Die Vertiefung Hydrogeologie - Hydrogeochemie verfolgt als Ziel, die AbsolventInnen auf Geowissenschaftliche Tätigkeitsfelder in Forschung und Praxis vorzubereiten, die insbeson-dere der Erkundung, Erschließung und nachhaltigen Nutzung sowie dem Schutz und der Si-cherung von natürlichen Wasservorkommen dienen.
Aufbauend auf einer breiten geowissenschaftlichen Grundausbildung werden vertiefte Kenntnisse der physikalischen und chemischen Prozesse vermittelt, welche das Fließverhal-ten, die Mobilisation und den Transport gelöster Stoffe sowie die Reaktionen mit Mineralen und Gesteinen und damit die Zusammensetzung und Güte von natürlichen und anthropogen beeinflussten wässrigen Lösungen bestimmen. Hierbei wird ein detailliertes Verständnis über Wasser- und Stoffkreisläufe im Spektrum von Oberflächen-, Boden- und Grundwasser sowie Poren-, Formations- und Meerwasser aufgebaut. Besondere Beachtung findet das praktische Erlernen von Gelände-, Labor- und Simulationsmethoden, die quantitative Vorhersagen über Wasserqualität und Dargebot ermöglichen.
Die Vertiefung Engineering Geology hat das Ziel, dem/der Absolventen/in mit einer wissen-schaftlichen Berufsvorbildung eine praxisgerechte Qualifizierung für berufliche Tätigkeiten, welche die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden erfordern, zu vermit-teln. Die Verknüpfung der naturwissenschaftlich und der ingenieurwissenschaftlich orientier-ten Fachbereiche ergibt durch die fundierte Vermittlung der spezifischen Techniken und Me-thoden ein an der Praxis orientiertes Wissen, das nicht nur in der Arbeitswelt unmittelbar an-gewandt werden kann, sondern darüber hinaus eine ergänzende und vertiefende wissen-schaftliche Berufsvorbildung, um berufliche Tätigkeiten auch im Bereich der wissenschaftli-chen Forschung übernehmen zu können.Die Vertiefung Engineering Geology verfolgt folgende Ausbildungsziele: Interdisziplinäre Vorbereitung auf die Aufgaben im Bereich des Ingenieurbaues, insbesondere des Felsbaues Über- und Untertage. Die Fragestellungen des praktischen IngenieurInnenbaues werden, aufbauend auf den Erkenntnissen der naturwissenschaftlichen Geologie, ingenieurmäßig aufbereitet. Gezielt werden Lösungswege für georelevante Probleme, beispielsweise im Kraftwerks- oder im Verkehrswegebau, erarbeitet. Entwurf, Management und Evaluierung umfassender geologischer Erkundungsprogramme sind ebenso wesentliche Lehrinhalte, wie die geotechnische Prognose sowie die geologische Dokumentation und die baubegleitende geologische Betreuung von Fels- und Tiefbauprojekten. Weitere Schwerpunkte bilden die Themenbereiche Hanginstabilität und Massenbewegungen: Geogene Ursachen, Auslöser, Gefahren, Risiken und Stabilisierung.
Das Masterstudium Erdwissenschaften umfasst einen Studienabschnitt. Für die Lehr-veranstaltungen sind insgesamt 90 ECTS-Credits vorgesehen, für die Masterarbeit wer-den 30 ECTS-Credits veranschlagt.
Aufbau des Studiums
Lehrveranstaltungen des Masterstudiums Erdwissenschaften sind thematisch und kompe-tenzorientiert in einzelne Module zusammengeführt. Ein Modul definiert sich durch das Lern-ziel, die zu erwerbenden Kompetenzen und Fertigkeiten der Studierenden. Es ist eine inhalt-lich abgeschlossene Lerneinheit, die sich aus mehreren Lehrveranstaltungen zusammensetzt. Die Modularisierung von Studien ist ein Instrument, um individualisierte Lernwege zu struktu-rieren, wie auch um inner- und interuniversitäre Mobilität zu fördern, indem ein Modul oder ei-ne Modulkomponente an anderen Fakultäten und Universitäten absolviert werden kann.
Das Masterstudium Erdwissenschaften ist in einen allgemeinen erdwissenschaftlichen Ab-schnitt, der die Module 1 - 6 umfasst, und in 4 Vertiefungsbereiche gegliedert, die in den Mo-dulen 7a bis 7d dargestellt sind.
Im Masterstudium Erdwissenschaften erfolgt die Wahl der Vertiefungen aus den folgenden Kombinationen von Modulen:
* Geologie - Petrologie
* Geobiologie und Paläökologie
* Hydrogeologie und Hydrochemie
* Engineering Geology
* Freie Wahlfächer / Wahllehrveranst.
Modulbeschreibung - Learning Outcomes
* Module 1 und 2 dienen der vertiefenden Vermittlung von allgemein erdwissenschaftlicher Qualifikation. Kenntnisse aus allen Sphären der Erde vom Kern bis zur Erdoberfläche werden vermittelt.
* Modul 3 vermittelt die praxisorientierte Umsetzung der erworbenen Fähigkeiten im Gelände als Basis für jede weitere erdwissenschaftliche Tätigkeit.
* Modul 4 vermittelt den praktischen Erwerb von erdwissenschaftlichen Methoden und Techniken, insbesondere den Einsatz moderner analytischer Untersuchungsverfahren.
* Modul 5 vermittelt den Einsatz mathematischer und analoger Modellierungstechniken in den verschiedenen Bereichen der Erdwissenschaften.
* Modul 6 vermittelt globale Zusammenhänge innerhalb der verschiedenen Bereiche der Erdwissenschaften.
* Module 7a bis 7d dienen der Vermittlung speziell ausgerichteter Kompetenz in Grundlagenforschung und praxisorientierter Anwendung innerhalb der verschiedenen Bereiche der Erdwissenschaften.
Freie Wahlfächer / Freie Wahllehrveranstaltungen
Freie Wahlfächer / freie Wahllehrveranstaltungen im Masterstudium Erdwissenschaften kön-nen im Umfang von 12 ECTS-Credits frei aus dem Lehrveranstaltungsangebot aller anerkann-ten in- und ausländischen Universitäten gewählt werden. Empfohlen werden Lehrveranstal-tungen aus dem Bereich Frauen- und Geschlechterforschung im Ausmaß von mindestens 4 ECTS-Credits.
Empfehlungen
Für die Vertiefung Engineering Geology wird empfohlen aus den Wahlfachkatalogen 1 und 2 folgende Lehrveranstaltungen zu wählen:
* Statistische Methoden
* Angewandte Geophysik
* GIS & Remote Sensing für Erdwissenschafter
* Ingenieurgeologische Modellierung
Für die Vertiefung Hydrogeologie und Hydrogeochemie wird empfohlen aus den Wahlfachka-talogen 1 und 2 folgende Lehrveranstaltungen zu wählen:
* Wasseranalytik und -charakterisierung
* Methoden zu Isotope in den Erdwissenschaften
* Angewandte Geophysik
* GIS & Remote Sensing für Erdwissenschafter
* Grundwassermodellierung
Prüfungsordnung
Jede Lehrveranstaltung wird einzeln beurteilt. Dies gilt auch für die Masterarbeit. Richtlinien für die Abfassung der Masterarbeit sind von den zuständigen Organen der jeweiligen Universität festzulegen. Die Anhörung der interuniversitären Arbeitsgruppe "Studien-kommission Erdwissenschaften" wird empfohlen.
(1) Über Lehrveranstaltungen, die in Form von Vorlesungen (VO) abgehalten werden, hat die Prüfung über den gesamten Inhalt der Lehrveranstaltung zu erfolgen.
(2) Über Lehrveranstaltungen, die in Form von Vorlesungen mit Übungen (VU), Kursen (KS), Exkursionen (EX) und Seminaren (SE) abgehalten werden, erfolgt die Beurteilung laufend auf Grund von Beiträgen, die von den Studierenden geleistet werden, oder durch begleitende Tests.
(3) Der positive Erfolg von Lehrveranstaltungsprüfungen ist mit "sehr gut" (1), "gut" (2), "befriedigend" (3) oder "genügend" (4) und der negative Erfolg ist mit "nicht genügend" (5) zu beurteilen.
(4) Prüfungswiederholungen: Die Studierenden sind berechtigt, negativ beurteilte Prüfungen insgesamt 4 Mal zu wiederholen. Auf die Zahl der zulässigen Prüfungsantritte sind alle Antritte für dasselbe Prüfungsfach in allen facheinschlägigen Studien anzurechnen.
(5) Prüfungstermine: Es sind drei Prüfungstermine pro Semester anzubieten, wobei diese nach Möglichkeit am Ende des Semesters, in welchem die Lehrveranstaltung angeboten wurde, und am Anfang und in der Mitte des darauf folgenden Semesters anzusetzen sind.
(6) Das Thema der Masterarbeit ist aus dem Fachbereich der gewählten Vertiefungsrichtung zu wählen.
Masterarbeit
Das Thema der Masterarbeit ist aus dem Fachbereich der gewählten Vertiefungsrichtung zu wählen. Über Ausnahmen entscheidet das studienrechtliche Organ der jeweiligen Universität. Dazu wird die Anhörung der Interuniversitären Arbeitsgruppe Stu-dienkommission "Erdwissenschaften" empfohlen. Der Masterarbeit werden 30 ECTS-Credits zugeordnet.
Die Betreuung erfolgt durch eine Habilitierte oder einen Habilitierten bzw. gleichwertig qualifi-zierte Wissenschafterin oder qualifizierten Wissenschafter (Streichung). Über Ausnahmen ent-scheidet das studienrechtliche Organ der jeweiligen Universität.
Studierende mit einem abgeschlossenen Bachelorstudium aus Erdwissenschaften oder An-gewandte Erdwissenschaften im Umfang von mind. 180 ECTS-Credits an einer anderen Uni-versität sind jedenfalls zum Masterstudium Erdwissenschaften zuzulassen.
You can contact Institut Für Erdwissenschaften to ask a question about Erdwissenschaften at Karl-Franzens University of Graz.
Über das untenstehende Formular, können Sie Fragen direkt an die Kontaktpersonen der Universität richten.
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