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Englisch – (M.A.)

University of Basel

Philosophisch-Historische Fakultät
Bewerbungsfrist: April 30(Herbstsemester); November 30(Frühjahrsemester)
Jährliche Studiengebühr: ≈ € 924 -
Location: Basel / Schweiz / Karte anzeigen ▾ Karte ausblenden ▴
Dauer: 24 Monate Beginn: Februar, September
Unterrichtsform:
  • Lehre
Studienart:
  • Vollzeit
Sprachen: Englisch  Deutsch 
7.5838692,47.5585281

Lage University of Basel

Als lingua franca von Wirtschaft und Wissenschaft gilt Englisch heute als wichtigste Weltsprache. Abgesehen von ihrer zunehmenden globalen Ausweitung dringt die englische Sprache - und mit ihr anglophone Kulturphänomene - auch zunehmend in alltägliche Domänen unserer Gesellschaft wie die Medien, die Werbung oder den Tourismus vor. Gerade für die mehrsprachige Schweiz mit ihrer global vernetzten Wirtschaft ergeben sich dadurch zahlreiche gesellschaftliche Aufgaben und politische Herausforderungen (Englischunterricht, Sprachpolitik, interkulturelle und internationale Kommunikation, etc.), für welche akademisch gebildete SpezialistInnen für Englisch und englischsprachige Kulturen benötigt werden.

Das Masterstudium im Fach Englisch definiert sich deshalb als Ausbildung von ExpertInnen, die über vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse englischer Sprach- und Kulturphänomene verfügen, d.h. komplexe Sachverhalte erarbeiten, analysieren, kritisch hinterfragen und publikumsadäquat kommunizieren können. Inhaltlich setzt das M A-Programm bei denjenigen Phänomenen an, die für das Verständnis der englischen Sprache und der englischsprachigen Kulturen deshalb von besonderer Relevanz sind.

Das Forschungs- und Lehrprofil des Englischen Seminars rückt von der gängigen philologischen Tradition ab und ist bisher einzigartig in der Schweiz. Es leitet sich von der globalen Relevanz der englischen Sprachen und Kulturen ab. Dabei werden die englische(n) Sprache(n), englischsprachige Literaturen und Kulturen nicht als statische Beschreibungsobjekte und Kommunikationsinstrumente verstanden, sondern als dynamische Systeme, welche sich in sozialen und kulturellen Kontexten konstituieren und verändern und diese massgeblich prägen. Aus diesem Verständnis folgt, dass Englisch mit direktem Bezug auf seine kognitive Verarbeitung und die vielfältigen Formen seiner alltäglichen und kulturellen Anwendungen erforscht und gelehrt werden muss. Daraus ergeben sich die folgenden Schwerpunkte:

Sprachwissenschaft (Linguistics)

Die englische Sprachwissenschaft konzentriert sich für das Masterstudium auf zwei Teilbereiche der Linguistik: Kognitive Linguistik und Psycholinguistik, sowie die Soziolinguistik des Englischen. In der kognitiven Linguistik werden die kognitiven und sozialen Grundlagen von Sprache und Kommunikation sowie Spracherwerbstheorien und -methoden (Erst- und Zweitspracherwerb des Englischen und Englisch als Fremdsprache) erforscht. In der Soziolinguistik liegt der Schwerpunkt auf dem Englischen als Weltsprache und auf der Diskursanalyse des Englischen. So stehen die Analyse von Kommunikation in Englisch in seinen verschiedenen Anwendungsbereichen und sprachsoziologische Fragestellungen zum Phänomen `Englisch und Globalisierung´ (lingua franca und cross-cultural communication) im Zentrum.

Literaturwissenschaft (Literature)

Die Literaturwissenschaft verfolgt einen kulturwissenschaftlichen und interdisziplinären Ansatz und betrachtet anglophone Literatur im Rahmen mentalitäts- und kulturhistorischer Entwicklungsprozesse sowie in Verbindung mit anderen Medien. Die Anglistik behandelt besonders englische und irische Literatur und Kultur seit der frühen Neuzeit bis heute mit einem Schwerpunkt in der Renaissance und einem thematischen Fokus auf kulturellen Topographien; die Amerikanistik befasst sich mit der Nordamerikanischen Literatur und Kultur von der Kolonialzeit bis in die Gegenwart. Des weiteren gibt es Angebote zu neueren englischsprachigen Literaturen, zum Beispiel aus dem afrikanischen oder südostasiatischen Raum.

Sprachkompetenz

Eine sehr gute Sprachkompetenz (C1 nach europäischem Sprachenportfolio) ist Voraussetzung für das Masterstudium in Englisch. Obwohl auf der Masterstufe keine Sprachkurse ins Kurrikulum integriert sind und keine entsprechenden Leistungsnachweise mehr verlangt werden, gehört die stetige Verbesserung insbesondere der akademischen Sprachkompetenz (wissenschaftliches Schreiben, Vortragen und Sprechen) zum akademischen Selbstverständnis und den individuellen Lernzielen der Masterstudierenden.

Kompetenzen und Studienziele

Das Masterstudienfach Englisch ist primär auf eine akademische Tätigkeit in der sprach- und literaturwissenschaftlichen Lehre- und Forschung und auf das höhere Lehramt (HLA) im Fach Englisch ausgerichtet. Ziel der Ausbildung ist der Erwerb der dafür notwendigen wissenschaftlichen Inhalte, Methoden und Vermittlungstechniken.
Das an den sprach- und literaturwissenschaftlichen Inhalten erworbene Wissen sowie entsprechende Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen befähigen die AbsolventInnen zudem, komplexe kommunikative und administrative Aufgaben zu erfüllen, welche in verschiedenen Berufsfeldern gefragt sind. Dazu gehören Aufgaben im Bereich des mittleren und höheren Kaders in Journalismus, Werbung, Kulturarbeit, Verlagswesen, Medien-, Kommunikations-und Übersetzungstätigkeit. Die Berufsperspektiven umfassen zudem auch Aufgaben in der Personal- und Unternehmensberatung sowie Administration, Marketing oder PR.

Richtziele der Sprach- und Literaturwissenschaft

Der Aufbau des Masterstudienfachs Englisch ermöglicht es den Studierenden, wissenschaftliche Methoden, Theorien und Arbeitsweisen über die in 1.1-1.3 erwähnten Wissensbestände zu erarbeiten. Es steht den Studierenden im Rahmen des Studienangebotes und der modularen Struktur aber frei, in welchen konkreten Teilbereichen sie ihre eigenen inhaltlichen Studienziele festlegen. Der didaktische Aufbau des Masterstudienfachs ist so ausgerichtet, dass in jedem Fall eine angemessene theoretische, methodische und arbeitstechnische Ausbildung stattfindet (die Übertragung dieser Studienziele in die modulare Struktur wird unter 4. erörtert).

Folgende Lernziele stehen dabei im Vordergrund:

Die Studierenden
a) können aktuelles akademisches Wissen über die englische Sprache und die englischsprachigen Kulturen abrufen, einsetzen und sich solches Wissen auch selbständig oder in Gruppen erarbeiten

* Fähigkeit zum selbständigen Lernen und zur kooperativen Teamarbeit

b) können wissenschaftliche Studien und Theorien der Anglistik verstehen und kritisch hinterfragen

* akademische Lesekompetenz: beinhaltet z.B. umfassendes, vertieftes und kritisches Lesen von englischen Primär- und Sekundärtexten, Entwicklung alternativer Interpretationsperspektiven, Verstehen von theoretischen Texten, Interpretieren und Auswerten von Daten in englischer Sprache, analytische, kritische und kontextspezifische Behandlung von (medialen) Kultur- und Sprachphänomenen: z.B. literarische Texte, Werbung, Theater, Film, Fernsehen, Hypertext

c) können wissenschaftliche Methoden zur selbständigen Gewinnung und Analyse von englischen Sprachdaten, Diskursen, literarischen Texten und anderen Kulturphänomenen anwenden und Arbeitstechniken zur Beschaffung von Information effizient einsetzen

* Kenntnis und Anwendung von sprach- und literaturwissenschaftlichen Methoden
* Informationsbeschaffung und Aufbereitung: z.B. Recherchieren und Bibliographieren, Arbeit in/mit Bibliotheken, Internet-Recherche, Arbeit mit (computerbasierten) Textkorpora, Erfassen von Daten

d) können ihre eigenen Forschungsergebnisse, Textanalysen und theoretischen Überlegungen mündlich und schriftlich im Rahmen des Wissenschaftsdiskurses präsentieren, d.h. sie sind fähig, einen (wissenschaftlichen) Vortrag zu erarbeiten und vor peers zu präsentieren sowie eine wissenschaftliche Arbeit zu planen und zu verfassen

* akademische Schreibkompetenz: beinhaltet u.a. die Beherrschung des akademischen Diskurses und Schreibstils im Bereich der Sprach- und Literaturwissenschaft, die Fähigkeit zur kritischen Reflexion des eigenen akademischen Schreibens, das Revidieren der geschriebenen Arbeit auf der Basis von Kritik und das Verfassen wissenschaftlicher Beiträge
* Vermittlungskompetenz und Präsentationskompetenz: in der englischen Sprache schriftlich und mündlich sowohl vor einer wissenschaftlichen wie vor einer breiteren Öffentlichkeit komplexe Zusammenhänge nachvollziehbar darstellen und unter Einsatz entsprechender Präsentationstechniken überzeugend präsentieren

e) können die englische Sprache als wirkungsvolles Mittel zur Gestaltung und Umsetzung der oben genannten Fähigkeiten einsetzen

* Sprachkompetenz: rezeptive und produktive Fertigkeiten in der Zielsprache Englisch auf sehr hohem Niveau

f) können ihre akademische Bildung in verschiedenen sozialen Kontexten und Arbeitssituationen geschickt einsetzen

* Selbst- und Sozialkompetenz: Fähigkeit zur zielorientierten Selbstorganisation und Teamarbeit
* Urteils- und Kritikfähigkeit: kritischer, differenzierter und verantwortungsvoller Umgang mit kulturellen Phänomenen
* Kommunikationskompetenz: Fähigkeit zum aufmerksamen und analytischen Zuhören, kooperative Argumentations-, Diskussions- und Präsentationskompetenz
* Gestaltungskompetenz: Fähigkeit, eigene Projekte selbständig zu planen und durchzuführen
* Kulturkompetenz: Haltung kritischer Offenheit gegenüber fremden Kulturbereichen


Inhalte

Der modulare Aufbau verfolgt in seiner didaktischen Konzeption folgende Ziele: In den Modulen 1 und 2 werden vertieftes theoretisches Wissen und analytisch-methodische Fähigkeiten in den erwähnten linguistischen und literaturwissenschaftlichen Teilbereichen vermittelt.
In Modul 3 wenden die Studierenden dieses Wissen unter Spezialisierung auf Literatur oder Linguistik in der Form eigener kleiner Forschungsprojekte an. Diese dienen unter anderem als Vorbereitung auf die Masterarbeit.

Module der Sprach- und Literaturwissenschaft im Detail

Modul 1: English Sociolinguistics & Cognitive Linguistics und Modul 2: English and American Literature

Die Module 1 & 2 bestehen aus je 2 Kursen à 5 KP (je zwei thematisch verwandte Veranstaltungen) aus der Linguistik bzw. der Literaturwissenschaft (2 KP aus diesen Modulen können aus dem interphilologischen Angebot stammen). Die Kurse sind thematisch nach Interessengebiet und individuellem Schwerpunkt frei wählbar. Das Ziel ist die vertiefte Beschäftigung mit sprach- und literaturwissenschaftlicher Theorie und Methodik unter Berücksichtigung ihrer konkreten Anwendung auf Sprachdaten und Primärtexte und die Möglichkeit zur Schwerpunktbildung.

Dabei dient die Vorlesung dem Erwerb eines Überblicks über den theoretisch-methodischen Rahmen und dessen kritischer Reflexion. Dem Kursthema entsprechend kann alternativ eine Übung zur anwendungsorientierten Erarbeitung und Vertiefung von Wissen eingesetzt werden (z.B. Statistikkurs, Korpus/Datenanalyse, Erarbeiten von (kunst)historischem Hintergrundwissen, Analyse von komplexen literarischen oder (sprach)philosophischen Texten). In den Seminaren werden diese Wissensbestände zur Gewinnung analytischer Fähigkeiten und unter Einsatz kooperativen Lernens exemplarisch vertieft. Die in diesen Master-Kursen erbrachten Studienleistungen werden für die integrierten Kursformate (Seminar, Vorlesung, Übung) einzeln erbracht. Das heisst, unter Abstimmung der Prüfungsform auf die konkreten Kursformate werden die Leistungen durch schriftliche Prüfungen oder aktive Teilnahme (schriftliche Kurzarbeiten oder Lernportfolios) geprüft.

Modul 3: Research Skills in English Linguistics OR Literature

Dieses Modul kann und soll parallel zu den Modulen 1 und 2 absolviert werden. Ziel dieses Moduls ist die Synthetisierung und Anwendung des erworbenen Wissens und der analytischen Fähigkeiten in der Form einer schriftlichen Master-Seminararbeit und eines wissenschaftlichen Vortrags (siehe Studienziele d-f). Die Studierenden arbeiten hier selbständig; die Betreuung durch die Dozierenden erfolgt in der Form von Coaching (Beratung und Anleitung).

Die Studierenden lernen, ihre eigenen Projekte selbständig zu strukturieren, diesen
Prozess zu reflektieren und die Rückmeldung der Dozierenden und KommilitonInnen zu verarbeiten.
Der wissenschaftliche Vortrag findet im Rahmen eines Forschungskolloquiums oder einer vom Englischen Seminar mitverantworteten Tagung statt. Dazu gehören folgende Arbeitsschritte:

* Festlegen des Themas mit den Dozierenden
* Herausarbeiten der zentralen Thesen und Verfassen eines Abstracts
* Vorstellen der ersten Fassung im Kolloquium und Verarbeiten der Rückmeldungen von Dozierenden und Kommilitonen; ebenso die konstruktive Kritik
* Halten des Vortrages mit (audio)visueller Unterstützung

Der Vortrag (bzw. das Forschungskolloquium/die Tagung) kann erst absolviert werden, wenn 10 KP aus den Modulen 1 und 2 nachgewiesen werden können.
Dieses praktische Modul wird ergänzt durch 2 KP aus dem interphilologischen Angebot. Alternativ können diese KP aus einer Lernvereinbarung (Learning Contract) entstammen, die verschiedene, mit Dozierenden vereinbarte Leistungen beinhalten kann; darunter fallen beispielsweise Selbststudium, Exkursion, Tutorat, Forschungs- oder Berufspraktikum.

IELTS

You are normally required to take an English Proficiency Test.

Most European Universities recognise the IELTS test.

Take test

Anforderungen

Das Masterstudienfach Englisch kann nur auf der Basis eines Bachelors im Studienfach
Englisch oder äquivalenten Studienleistungen im Umfang von mindestens 60 KP studiert
werden. Wer einen anderen akademischen Abschluss in dem Fach Englisch hat, kann beim Studiendekanat einen Antrag auf Zulassung zum Masterstudium des Englischen stellen. Die zuständige Unterrichtskommission wird dann prüfen, ob die Studienleistungen einem Bachelorabschluss entsprechen und welche Studienleistungen gegebenenfalls nachgeholt werden müssen oder bereits für das Masterstudium anerkannt werden können. Eine entsprechende sprachliche Kompetenz (C1) ist Voraussetzung für das Studium. Das Lateinobligatorium entfällt: Lateinkenntnisse werden für das Masterstudienfach Englisch nicht vorausgesetzt.


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