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Philosophie – (M.A.)

University of Basel

Philosophisch-Historische Fakultät
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Disziplinen:
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Bewerbungsfrist: April 30(Herbstsemester); November 30(Frühjahrsemester)
Jährliche Studiengebühr: ≈ € 1.160 -
Location: Basel / Schweiz / Karte anzeigen ▾ Karte ausblenden ▴
Dauer: 24 Monate Beginn: Februar, September
Unterrichtsform:
  • Lehre
Studienart:
  • Vollzeit
Sprachen: Deutsch 
7.5838692,47.5585281

Lage University of Basel

Die Philosophie fängt dort an, wo die anderen Wissenschaften aufhören: Die Biowissenschaften z.B. erforschen die Geheimnisse des Lebens, aber sie können und wollen nicht klären, ob alles biologische Leben eine Würde hat, die menschlichem Handeln ethische Grenzen setzt. Dies ist das Geschäft der philosophischen Ethik.

Die Mathematik beweist Sätze über Zahlen, aber sie kann und will nicht klären, ob diese Zahlen schon irgendwo existieren müssen, um die Sätze über sie wahr zu machen. Dies ist das Geschäft der philosophischen Erkenntnistheorie. Die Neurowissenschaften erkunden die kausalen Abläufe im menschlichen Gehirn, aber sie können und wollen nicht klären, wie trotz Kausalität Freiheit möglich ist. Das ist das Geschäft der Philosophie des Geistes.

Die Philosophie fängt dort an, wo die anderen Wissenschaften aufhören: bei den Grundlagen menschlichen Handelns und Erkennens. Sie sucht nach vernünftigen letzten Orientierungen, ohne welche jede wissenschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung blind verlaufen muss. Als Hüterin der Vernunft richtet die Philosophie den Blick auf das Ganze des menschlichen Lebens. Sie bewahrt und verteidigt dieses Ganze gegen die immer neuen Spielarten halbierter Rationalität.


Inhalte

Das Philosophische Seminar hat mit seinen drei Lehrstühlen die Grundausstattung für diese der Philosophie eigene Orientierungsaufgabe.

* Der mit Sebastian Rödl 2005 besetzte Lehrstuhl für theoretische Philosophie geht Fragen der Erkenntnistheorie und der Philosophie des Geistes nach.
* Der mit Angelika Krebs 2001 besetzte Lehrstuhl für praktische Philosophie widmet sich der Ethik und der politischen Philosophie.
* Der dritte, mit Emil Angehrn seit 1991 besetzte Lehrstuhl befasst sich mit der Geschichte der Philosophie und der Hermeneutik, er hält die Antworten der Klassiker auf die Fragen der praktischen und theoretischen Philosophie präsent.

Lehre: tutoriengestützte Grundkurse

Das Philosophische Seminar will seine Studierenden zu einem zugleich selbstständigen und historisch gebildeten argumentativen Umgang mit den drängenden Grundfragen der Zeit befähigen. Kombinationen des Faches Philosophie mit praxisnahen Fächern wie Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft oder Soziologie werden ausdrücklich empfohlen. Weder das Latinum noch das Graecum ist Voraussetzung für den Bachelor und den Master im Fach Philosophie.

Die Bologna-Reform am Philosophischen Seminar sieht gegenüber dem bisherigen freien Lizentiatsstudium in den ersten beiden Studienjahren ein stärker strukturiertes System vor mit einer von allen Dozierenden gemeinsam getragenen einführenden Ringvorlesung und drei tutoriengestützten obligatorischen Grundkursen:

* Grundkurs theoretische Philosophie
* Grundkurs praktische Philosophie
* Grundkurs Logische Propädeutik.

Alle vier Veranstaltungen werden jährlich angeboten. In den Tutorien (mit maximal 12 Studierenden) findet eine didaktisch betreute Kleingruppenarbeit statt.
Mit der Studienreform will das Philosophische Seminar die folgenden Ziele erreichen:

* Qualitätssteigerung durch interaktives Lernen
* Reduktion der Abbrecherquote und Verkürzung der Studiendauer
* Niveausteigerung in Veranstaltungen für höhere Semester
* Begabtenförderung

Forschung: Gemeinschaft, Verstehen und Antike

Ein erster Brennpunkt der philosophischen Forschung in Basel ist die Theorie des Verstehens, die einen Arbeitsschwerpunkt der Lehrstühle Angehrn und Rödl bildet und durch andere DozentInnenen verstärkt wird. Dazu gehören Arbeiten zur Sprache, Kultur, Normativität, Wahrheit, Geschichte, Psychoanalyse, Phänomenologie und Ästhetik. Bedeutsam ist dieser Arbeitszusammenhang sowohl als spezifischer Themenbereich der Philosophie wie als Ort der Auseinandersetzung um Stellung und Logik der Geistes- und Kulturwissenschaften.

Der Arbeitsschwerpunkt des Lehrstuhls Krebs liegt in der Sozialphilosophie (Gemeinschaft, Gleichheit, Arbeit, Liebe). Dieser Schwerpunkt wird von den drei anderen Basler Professoren Angehrn (Theorie der Anerkennung, Hegel), Rödl (Handlungstheorie) und dem emeritierten Hügli (persönliche Identität, Gewalt) zu einem Kompetenzschwerpunkt Sozialphilosophie verdichtet.

Ein dritter Forschungsschwerpunkt liegt in der Antiken Griechischen Philosophie, insbesondere bei Aristoteles, mit dessen Werk sich alle drei Lehrstühle auseinandersetzen.

Anforderungen

Die Zulassung zum Masterstudium im Studienfach Philosophie erfordert den Nachweis
eines Bachelorabschlusses im Studienfach Philosophie der Universität Basel
oder gleichwertige Studienleistungen im Umfang von 60 KP in der Studienrichtung
Philosophie an einer von der Universität Basel anerkannten Hochschule.

Hilfreich für das Masterstudium in Philosophie sind Sprachkenntnisse in Englisch und
Französisch. Nachdrücklich werden auch Kenntnisse in Griechisch und Latein empfohlen,
die für einen Grossteil des älteren philosophischen Schrifttums die Primärsprache
bilden. Im Blick auf die Spezialisierung, auch die Abfassung der Masterarbeit,
sind die Kenntnisse der jeweiligen Originalsprachen unerlässlich.


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