| Land: | Switzerland | Dauer: | 24 Monate |
| Stadt: | Berne | Beginn: | Februar, September |
| Unterrichtsform: |
| Sprachen: | Deutsch |
| Studienart: |
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| Bewerbungsfrist: | December 15 (Frühjahressemester); April 30 (Herbstsemester) | ||
| Jährliche Studiengebühr: | € 866 - | ||
Lateinamerika ist durch eine aussergewöhnliche geographische und kulturelle Vielfalt gekennzeichnet. Kulturelle Entwicklungen auf dem Subkontinent haben die Welt beispielsweise in den Bereichen Musik, Kunst und Literatur in mannigfaltiger Weise beeinflusst. Auch die historischen, wirtschaftlichen und politischen Prozesse sind für das Verständnis globaler Zusammenhänge von grosser Bedeutung.
Lateinamerika ist vergleichsweise früh zum Gegenstand europäischer kolonialer Durchdringung geworden. Seit der Zeit um 1500 und bis in die Gegenwart werden die gesellschaftlichen Strukturen stark durch die Folgen der europäischen Eroberung geprägt. Die Erfahrung von Kolonialisierung und Ungleichheit bestimmt vielfach auch heute noch das Verhältnis zwischen unterschiedlichen ethnischen und sozialen Gruppen, wie den Nachfahren präkolumbischer Bevölkerungen, afrikanischer Sklaven, europäischer oder asiatischer Einwanderergruppen.
Auch antikoloniale und ethnische Diskurse haben gerade im Kontext einer zunehmenden globalen Vernetzung politischer Bewegungen an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig haben kulturelle Vermischungs- und Wandlungsprozesse zugenommen.
Transkulturelle und interdisziplinäre Perspektiven
Das Masterprogramm Lateinamerikastudien ist daher interdisziplinär und transkulturell angelegt und fokussiert mit einer aufgrund der Geschichte von kolonialer Eroberung und Durchdringung gebotenen diachronen Tiefe lateinamerikanische Kulturen und Gesellschaften in ihrer Vielfalt, einschliesslich kultureller Formen und Praktiken der indigenen Bevölkerungen.
Die Zusammenarbeit zwischen Dozierenden der Geschichte, Hispanistik/Lateinamerikanistik, Musikwissenschaft und Sozialanthropologie gewährleistet eine enge Verbindung von vergangenheits- und gegenwartsbezogenen Lehrinhalten.
Das Studienprogramm verbindet fachliche Kompetenz mit einem interdisziplinären Angebot an Themen, Methoden, Forschungsansätzen und Forschungstheorien. Es gewährleistet so ein besseres Verständnis der komplexen kulturellen Wandlungsprozesse im globalen Kontext. Je nach Eigeninteresse haben die Studierenden die Möglichkeit, übergreifende Fragestellungen zu bearbeiten oder sich auf einen fachlichen Schwerpunkt zu konzentrieren.
Das Masterstudienprogramm Lateinamerikastudien setzt sich zum Ziel, zentrale Kenntnisse der Geschichts-, Literatur-, Musikwissenschaften und Sozialanthropologie über die lateinamerikanischen Gesellschaften zu vermitteln. Es legt theoretische, empirische und sprachliche Grundlagen, um die Vielfalt der kulturellen Formen und Praktiken der europäischen Eroberer, Siedler und Einwanderer, der indigenen Bevölkerungen sowie der heutigen hybriden und multikulturellen lateinamerikanischen Nationalgesellschaften erfassen zu können. Das Masterstudienprogramm baut dabei auf den Vorkenntnissen auf, welche die Studierenden aufgrund eines BA-Abschlusses in den Studienrichtungen Geschichte, Hispanistik, Sozialanthropologie oder Musikwissenschaft mitbringen.
Es kann folgender Titel erworben werden: Master of Arts (MA) in Latin American Studies, Universität Bern.
Nach erfolgreichem Abschluss des Masterstudiums können die Absolventinnen und Absolventen bei Erfüllung der entsprechenden Anforderungsprofile neben dem Doktoratsprogramm Lateinamerikastudien auch Doktoratsprogramme im Bereich der Geschichte, Hispanistik, Musikwissenschaft und Sozialanthropologie belegen.
Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über Kompetenzen für eine Vielzahl von Tätigkeiten, bei denen vertiefte Kenntnisse der lateinamerikanischen Gesellschaften und interkulturelle Fähigkeiten erforderlich sind, wie beispielsweise in der Entwicklungszusammenarbeit, im Bildungs-, Kultur- und Medienbereich, bei Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, internationalen Unternehmen und im Tourismussektor.
Das Masterstudienprogramm Lateinamerikastudien hat eine Regelstudienzeit von vier Semestern und ist in das Masterstudium (1. bis 3. Semester) und die Masterarbeitsphase (4. Semester) gegliedert. Es weist folgende Studienschwerpunkte auf, welche in der Masterstudienphase belegt werden müssen:
* Geschichte Lateinamerikas (Gs)
* Hispanistik / Lateinamerikanistik (E)
* Musikwissenschaft (Mu)
* Sozialanthropologie (S)
* Wahlpflichtbereich
In der Masterarbeitsphase ist eine Masterarbeit (30 ECTS) zu verfassen. Der Abschluss des Masterstudienprogramms erfolgt kumulativ.
Masterarbeit
Im letzten Semester des Masterstudiums ist eine Master-arbeit (30 KP) zu verfassen.Den Umfang der Masterarbeit regelt Anhang 5. Der Besuch des Kolloquiums zur Masterarbeit ist obligatorisch.
Masterarbeiten werden von ordentlichen oder ausserordentlichen Professorinnen und Professoren, beziehungsweise Assistenzpro-fessorinnen oder -professoren betreut. Die Fakultät kann weitere Dozentinnen und Dozenten zur Betreuung zulassen. Das Thema wird von den Studierenden mit der jeweiligen Betreuerin, dem je-weiligen Betreuer abgesprochen. Eine Fachprüfung wird nicht durchgeführt.
Das Masterstudienprogramm Lateinamerikastudien steht Absolventinnen und Absolventen der folgenden Studienrichtungen offen:
* Geschichte
* Iberoromanische Sprach- und Literaturwissenschaft
* Musikwissenschaft
* Sozial- und Kulturanthropologie/Ethnologie
Absolventinnen und Absolventen anderer Studien- und Fachrichtungen wie z.B. Altamerikanistik, Lateinamerikanistik, Lateinamerikastudien, Vergleichende Musikwissenschaft können auf Antrag des Direktoriums des Center for Global Studies können vom zuständigen Organ der Fakultät aufgenommen werden. Für diesen Fall können Zusatzleistungen verlangt werden.
Für das Masterstudienprogramm Lateinamerikastudien werden zwei Fremdsprachen vorausgesetzt, von welchen eine Spanisch sein muss. In den Lehrveranstaltungen der Hispanistik/Lateinamerikanistik ist Spanisch die ausschliessliche Unterrichts- und Prüfungssprache.