| Bewerbungsfrist: | Juli 15 | ||
| Jährliche Studiengebühr: | Gratis - | ||
| Location: | Bremen / Deutschland / Karte anzeigen ▾ Karte ausblenden ▴ | ||
| Dauer: | 24 Monate | Beginn: | Oktober |
| Unterrichtsform: |
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| Studienart: |
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| Credits (ECTS): | 120 | ||
| Sprachen: | Deutsch | ||
Die Soziologie ist die Wissenschaft von der Gesellschaft, und als solches eine empirische Wissenschaft.
Dieser Aufbaustudiengang bietet die Intergration von Soziologie, Ökonomie, Rechts-, Politik- und Gesundheitswissenschaft. Ziel ist eine praktische Ausbildung in der empirischen Sozialforschung als auch in der theoretischen Analyse eines begrenzten Sets gesellschaftlicher Problemfelder.
Spätere fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder
In der empirischen Sozialforschung zeichnet sich sowohl im Hochschulbereich als auch in außeruniversitären Forschungseinrichtungen ein Bedarf an gut ausgebildeten Studierenden ab, der nicht befriedigend gedeckt werden kann. Es liegt daher nicht nur im Interesse des Instituts für Soziologie, für seine eigenen Forschungsprojekte qualifizierte Mitarbeiter/innen auszubilden, sondern es kann generell auf einen guten bis hervorragenden Arbeitsmarkt für soziologisch-empirisch ausgebildete Masterabsolventen verwiesen werden.
Arbeitsmöglichkeiten ergeben sich sowohl für den Bereich öffentlich geförderter Forschungseinrichtungen wie für die privatwirtschaftlich organisierte Sozialforschung (z.B. Markt- und Meinungsforschung).
Das Studium vermittelt vertiefte Kenntnisse standardisierter und nicht-standardisierter Analyseverfahren sowie theoretischer Grundlagen in verschiedenen soziologischen Themenfeldern. Hervorzuheben ist dabei sein Projektcharakter.
Studierende lernen die Entwicklung sozialwissenschaftlicher Fragestellungen sowie die Umsetzung dieser Fragestellungen in ein Untersuchungsprogramm. Ferner vermittelt dieser Studiengang den Umgang mit neuen sozialwissenschaftlichen Erhebungs- und Auswertungsverfahren inkl. der dafür vorhandenen Computerprogramme sowie den Umgang mit verschiedenen großen Datensätzen im Rahmen von Sekundäranalysen. Unter Anleitung werden Studierende in die selbständige Durchführung eines kleinen Forschungsvorhabens eingeführt und bei dessen Bearbeitung begleitet. Hierdurch werden sie optimal auf die Anforderungen in der universitären und außeruniversitären Sozialforschung vorbereitet.
Die Absolventinnen und Absolventen werden somit nicht nur in die Lage versetzt, aktuelle gesellschaftliche Problemfelder zu erkennen und einzuschätzen, sondern auch empirisch-wissenschaftlich adäquat zu bearbeiten.
Die Beschäftigungsbefähigung wird durch die anwendungsbezogene Forschungsarbeit im Rahmen des Studiengangs erhöht.
Des Weiteren besteht im Rahmen des Masterstudiengangs ‚Soziologie und Sozialforschung„ die Möglichkeit zu einer interdisziplinär und europäisch ausgerichteten Schwerpunktbildung im Bereich ‚European Labour Studies„. Hierbei handelt es sich um ein Angebot mit Auslandsstudium an einer von zwölf europäischen Partneruniversitäten mit dem Ziel, bereits erworbene Fähigkeiten und Kompetenzen gezielt um eine internationale Profilbildung zu erweitern.
Darüber hinaus eröffnet das Masterprogramm interessierten Studierenden die Möglichkeit zur anschließenden Promotion am Institut für Soziologie oder eines Promotionsstudiums an der Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS). Das wird vor allem dadurch gewährleistet, dass die soziologischen Schwerpunktfelder, die an der BIGSS angeboten werden, mit den Schwerpunkten, die im Master studiert werden können, korrespondieren. Dazu gehören auf Seiten der BIGSSS die Themenbereiche „Social Integration and the Welfare State“, „Attitude Formation, Value Change and Intercultural Communication“ und „Life Course and Lifespan Dynamics“ mit ihrem vielfältigen Spektrum an Themen.
Neben dieser inhaltlichen Korrespondenz fördert der Masterstudiengang durch seine Projektorientierung die Erfolgschancen der Studierenden bei der BIGSSS – wie auch bei anderen Graduiertenprogrammen. Die Studierenden erlernen dabei zum Beispiel auch relevante Textformen zu erstellen, wie die des Forschungsberichts oder des Prospectus, der eine wesentliche Grundlage für eine erfolgreiche Bewerbung ist.
Studienverlaufsplan
Das 1. Semester beginnt mit einem zweiwöchigen "Überblicksseminar“ (Vorbereitungsmodul), welches als Blockseminar von allen Studierenden absolviert wird. Das Überblicksseminar vermittelt im ersten Teil eine inhaltliche Einführung in das Spektrum möglicher Forschungsthemen. Der zweite Teil ist als methodisches "Auffrischungsseminar" konzipiert, mit dem Ziel, den Studierenden einen Überblick über Verfahren der standardisierten und nicht-standardisierten Datenanalyse zu geben.
Im Pflichtmodul ‚Gesellschaftlicher Wandel in modernen Gesellschaften' werden die theoretischen Grundlagen für das weitere Studium der Soziologie und Sozialforschung gelegt. Dieses Modul führt in die theoretischen und empirischen Grundlagen einer am Lebenslauf orientierten Analyse gesellschaftlichen Wandels in modernen Gesellschaften ein und nimmt dabei Bezug auf die fünf Schwerpunkte des Master-Studiengangs. Das zweite Pflichtmodul ‚Methoden' vermittelt die Grundlagen etablierter fortgeschrittener, quantitativer bzw. qualitativer Methoden und Auswertungsverfahren sozialwissenschaftlicher Forschung. Damit werden zwei Ziele verfolgt: (1) Alle Studierenden sollen auf einen vergleichbaren Mindestkenntnisstand im Hinblick auf die verschiedenen methodischen Ansätze gebracht werden. (2) Er soll den Studierenden die Gelegenheit geben, sich schwerpunktmäßig in einem der beiden methodischen Ansätze zu spezialisieren, wobei – und auch das ist in der Konstruktion dieses Moduls angelegt – die Motivation ‚Mixed Methods' Ansätzen zu verfolgen durchaus erwünscht ist.
Alle Module sind Pflichtmodule und so konzipiert, dass Studierende, die zuvor an verschiedenen Universitäten studiert haben, an ein gemeinsames inhaltliches und methodisches Niveau herangeführt werden.
Am Ende des Semesters entscheiden sich die Studierenden neben dem Schwerpunkt in der methodischen Ausrichtung auch für einen der inhaltlichen Schwerpunktbereiche, in denen ab dem zweiten Semester studiert werden kann. Dazu gibt es noch einmal eine Beratung in Form einer Informationsveranstaltung zur Unterstützung der Entscheidungsfindung. Eine umfangreiche Einführung in das inhaltliche und methodische Programm des Studiengangs ist ja schon in dem zweiwöchigen Blockkurs zu Beginn des Semesters gegeben worden.
Durch die Wahl ihres Schwerpunktes innerhalb des Vertiefungsmoduls (Wahlpflichtbereich I) bilden die Master-Studierenden im 2. Semester getrennte Arbeitsgruppen. Zur Auswahl stehen die fünf Schwerpunktbereiche: ‚Sozialstruktur und Lebensformen„, ‚Bildung, Arbeit, soziale Wohlfahrt„, ‚Stadtentwicklung und Migration„, ‚Soziale Integration und Methodenforschung„ oder ‚Organisation und Wirtschaft„.
Das Seminar im inhaltlichen Vertiefungsmodul stellt den Einstieg in die Bearbeitung der Forschungsfrage dar, die individuell von den Studierenden im Rahmen des Themenspektrums des Schwerpunktbereichs für ihr empirisches Projekt ausgewählt wird. In dem Seminar werden auf den Schwerpunktbereich bezogene theoretische Grundlagen und der Stand der Forschung in ausgewählten Forschungsfeldern erarbeitet. Die Forschungsfrage wird von den Studierenden im Laufe des zweiten Semesters spezifiziert und im Prospektus ausgearbeitet. Der Prospectus, der als Modulprüfung gilt, beinhaltet u. a. den Stand der Forschung zur Forschungsfrage sowie ein Arbeitsprogramm für die empirischen Forschungsarbeiten. Das ist mit einem deutlich erhöhten Rechercheaufwand zu theoretischen und empirischen Forschungsarbeiten verbunden, was begründet, warum der Workload in diesem Seminar über das übliche Maß einer 2 SWS-Veranstaltung hinausgeht.
Ergänzt wird die inhaltliche Vertiefungs- und Spezialisierungsphase durch den Methodenmodul mit Schwerpunkt in quantitativer oder in qualitativer Analyse, der 4 SWS umfasst. Hier werden besonders fortgeschrittene Verfahren der Datenanalyse vermittelt, die in der empirischen Forschung zum Einsatz kommen könnten. Die Zulassung zur Modulprüfung in dem quantitativ bzw. dem qualitativ ausgerichteten Methodenmodul erfolgt aufgrund der methodischen Schwerpunktsetzung, die die Studierenden im ersten Semester vorgenommen haben. Da die Anforderungen und die für die Lehre verlangte Expertise der Teilnehmer in diesen Seminaren groß sind, ist eine solche Differenzierung der Studierenden notwendig. Andernfalls könnte der notwendige hohe Standard der methodischen Vertiefungsseminare nicht erreicht werden.
Im 3. Semester liegt der Fokus auf den praktischen empirischen Forschungsarbeiten unter Verwendung der bisher vermittelten Kenntnisse und Fertigkeiten (Forschungspraxis). Das Modul 'Forschungspraxis' ist die Fortsetzung des kleinen, aber von den Forschungsschritten her vollständig zu konzipierenden und durchzuführenden empirischen Projekts. Die Ergebnisse der 'Forschungspraxis' werden abschließend mündlich präsentiert und in Form eines schriftlichen Forschungsberichts dargelegt, der von den Lehrenden begutachtet wird (Modulprüfung). Anschließend erfolgt mit den Studierenden ein obligatorisches Beratungsgespräch zur Planung und Durchführung der Masterarbeit.
Das 4. Semester ist der Abfassung der Abschlussarbeit und dem Abschlusskolloquium vorbehalten.
Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfächer
* Pflichtbereich 51 CP
* Wahlpflichtbereich 46 CP
* Wahlbereich 23 CP
Typische Lehrveranstaltungsformen / Formen der Lehre / Lehrprofil
* Vorlesungen
* Übungen
* Seminare
* Arbeitsvorhaben
* Kolloquien
* Forschungspraxis
Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen Die Studierenden können im Wahlpflichtbereich einen dieser angebotenen Schwerpunktbereiche wählen:
‚Sozialstruktur und Lebensformen„,
* 'Bildung, Arbeit, soziale Wohlfahrt'
* 'Stadtentwicklung und Migration'
* 'Soziale Integration und Methodenforschung'
* 'Organisation und Wirtschaft'
Prüfungen und Prüfungsformen Die Prüfungen finden modulbegleitend statt. Modulprüfungen können in folgenden Formen durchgeführt werden:
* schriftliche Arbeit unter Aufsicht (Klausur),
* Mündliche Prüfung,
* Mündliches Referat mit schriftlicher Ausarbeitung,
* Prospectus (Hausarbeit)
* Forschungsbericht und Präsentation (Studienarbeit).
Das Studium endet mit der Masterarbeit (Master Thesis).
Besonderheiten Studium / Sonstiges
Intensive Betreuung der Studierenden durch die Dozenten des Studienganges.
Das Institut verfügt über Spezialsoftware zur fortgeschrittenen Datenanalyse und es stehen die bedeutsamsten nationalen und internationalen Datensätze für Sekundäranalysen zur Verfügung.
Auslandsstudium:
Im Rahmen des Masterstudiengangs Soziologie und Sozialforschung gibt es die Möglichkeit zu einer interdisziplinär und europäisch ausgerichteten Spezialisierung im Bereich Arbeit und Industrielle Beziehungen („European Labour Studies“). Hierbei handelt es sich um ein Angebot mit Auslandsstudium an einer von zwölf europäischen Partneruniversitäten mit dem Ziel, bereits erworbene Fähigkeiten und Kompetenzen gezielt um ein internationales Profil im Be-reich der Arbeitsmarktforschung zu erweitern. Diese Profilbildung wird in der Urkunde des Masterabschlusses ausgewiesen. Darüber hinaus erhalten Studierende, die erfolgreich das Auslandsstudium absolvieren, das internationale Zertifikat „Master Européen en Sciences du Travail“ (MEST), welches von der Universität Louvain in Belgien (UCL) ausgestellt wird.
Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Für die Aufnahme in einen Masterstudiengang ist der Abschluss eines Studiums auf Bachelor-Niveau Voraussetzung.
Die fachspezifischen Zugangsvoraussetzungen sind in der aktuellen Aufnahme-/Zulassungsordnung (s. u.) geregelt.
Darin enthalten sind auch die unterschiedlichen Fristen für die Nachweiserbringung.
Englischkenntnisse, die mindestens dem Niveau B2 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen entsprechen.
| Benötigter Abschluss: | Bachelor |
| Benötigte Berufserfahrung | Nicht angegeben |
Akkreditiert durch: ACQUIN
You can contact Prof. Dr. Johannes Huinink to ask a question about Soziologie und Sozialforschung at University of Bremen.
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