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Technomathematik – (M.Sc.)

University of Bremen

Fachbereich Mathematik/Informatik
Bewerbungsfrist: Juli 15; Januar 15
Jährliche Studiengebühr: Gratis -
Location: Bremen / Deutschland / Karte anzeigen ▾ Karte ausblenden ▴
Dauer: 24 Monate Beginn: Oktober
Unterrichtsform:
  • Lehre
Studienart:
  • Vollzeit
Credits (ECTS): 120
Sprachen: Deutsch 
8.852389,53.107753

Lage University of Bremen

Interdisziplinarität und Anwendungsbezug
... sind die Kennzeichen des Technomathematikstudiums: Es verbindet eine praxisorientierte Mathematikausbildung, bei der die mathematische Modellierung technisch-naturwissenschaftlicher Probleme im Mittelpunkt steht, mit einer Ausbildung in einem technischen Anwendungsfach. Im Masterstudium werden konkrete Erfahrungen in der Bearbeitung industriell-technischer Probleme durch mathematische Modellierung und numerische Simulation gesammelt, insbesondere im Rahmen des Modellierungsseminars. Darüber hinaus werden die Studierenden exemplarisch an die Grenzen aktueller Forschung im Bereich der angewandten Mathematik herangeführt, und damit in die Lage versetzt, mathematische Modelle weiter zu verbessern bzw. originär zu entwickeln. Sie verfügen über ein Instrumentarium von Forschungsmethoden und -strategien, mit dem sie auch Probleme jenseits der Grenzen des aktuellen Wissenstandes angehen können.

Anforderungen
Ein erfolgreiches Studium der Technomathematik setzt die Fähigkeit zum abstrakten Denken und Interesse für technische und naturwissenschaftliche Probleme voraus – das gilt für das Masterstudium ebenso wie für das vorangegangene Bachelorstudium. Fachlich werden Kenntnisse in Mathematik (insbesondere angewandte Analysis und Funktionalanalysis sowie Numerik), in einem technischen Anwendungsfach und im Umgang mit Hard-/Software erwartet, wie sie typischerweise in einem Bachelorstudium Mathematik bzw. Technomathematik erworben werden. Zudem sind eine hohe Motivation, Lust am Lernen, eine selbstständige Arbeitsweise und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit notwendige Voraussetzungen.

Weiterqualifikation und Berufspraxis
Ein Masterabschluss Technomathematik ist nicht nur ein möglicher Startpunkt für eine Karriere in der industriellen Forschung & Entwicklung oder anderen betrieblichen Bereichen. Durch die Forschungsorientierung ist das Studium ebenso eine Vorbereitung auf eine wissenschaftliche Laufbahn: Bei guten und sehr guten Noten kann sich an den M.Sc. Technomathematik nahtlos eine Promotion in angewandter Mathematik oder in den Natur- bzw. Ingenieurwissenschaften anschließen (so promovieren Bremer Technomathematik-Absolventen beispielsweise am MPI für Meteorologie (Hamburg), dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Klimaforschung (Bremerhaven), dem Fachgebiet Technische Mechanik (Uni Bremen) und dem DLR-Institut für Raumfahrtsysteme). Technomathematiker arbeiten in unterschiedlichen Bereichen, insbesondere in den FuE-Abteilungen der Industrie, in der Software-Entwicklung oder als Berater für Informationstechnologien und Datenverarbeitung; sie sind aber wie Mathematiker auch in diversen anderen Bereichen zu finden.

Die Ausbildung in Technomathematik kommt den Anforderungen der Berufspraxis und den Ansprüchen der Unternehmen sehr entgegen: Sie ist vor allem interdisziplinär und praxisbezogen, zudem werden Kompetenzen wie konzeptionell-analytisches Denken, Kommunikationsvermögen, Teamfähigkeit, Kreativität und Hartnäckigkeit ausgeprägt. Deshalb sind die Berufsaussichten für Technomathematiker sehr gut – für Technomathematikerinnen natürlich auch: Sie sind zu etwa einem Drittel vertreten, damit liegt der Frauenanteil im Vergleich zu anderen technischen Studiengängen erfreulich hoch.


Inhalte

Das Masterstudium dient der wissenschaftlichen Ausbildung der Studierenden zur Vorbereitung auf ihre spätere Berufspraxis oder eine wissenschaftliche Forschungstätigkeit. Absolventen des M.Sc. Technomathematik sind in der Lage, komplexe technisch-naturwissenschaftliche Probleme mathematisch modellieren zu können und diese Probleme mithilfe solcher Modelle und mathematischer Werkzeuge bearbeiten und lösen zu können. Sie sind mehr als Absolventen einer Einzeldisziplin, die mit Experten aus anderen Fachrichtungen kooperieren können – durch ihre interdisziplinäre Ausbildung können sie sich eigenständig in die technischen Hintergründe von natur- und ingenieurwissenschaftlichen Problemen hineinversetzen, sie können effiziente Hardware und Software zu deren Lösung entwickeln und einsetzen, und insbesondere verfügen sie, in viel stärkerem Maße als Ingenieure und Naturwissenschaftler, über ausgeprägte Kompetenzen zur mathematischen Modellierung und Analyse. Dank dieser Qualifikationen sind sie gesuchte Fachleute in vielen Bereichen von Industrie und Wissenschaft, weil dort fast überall mathematische Methoden eingesetzt werden.

Studienverlauf
Das Masterstudium umfasst vier Semester (d.h. zwei Jahre) und wird durch die Einteilung in Module strukturiert. Für jedes erfolgreich absolvierte Modul werden so genannte Credit Points (CP) vergeben, die die jeweiligen Stundenbelastungen der Studierenden bemessen und die Gewichtung der Resultate eines Moduls für die Gesamtnote des Masterstudiums festlegen. Insgesamt umfasst das Studium 120 CP.

Das Masterstudium Technomathematik beginnt mit dem Modul Numerik Partieller Differentialgleichungen, weil partielle Differentialgleichungen der Grundbaustein vieler mathematischer Modelle in technisch-naturwissenschaftlichen Anwendungen sind, sodass effiziente numerische Verfahren dafür die Grundlage jeder Computersimulation solcher Modelle bilden.

Darauf und auf den Kenntnissen des Bachelorstudiums aufbauend setzt sich das Masterstudium aus drei Säulen zusammen: In zwei Spezialveranstaltungen mit anschließenden Seminaren lernen die Studierenden moderne mathematische Theorien, z.B. Inverse Probleme, Optimale Steuerung, Modellreduktion oder Adaptive Finite-Elemente-Methoden, kennen, aus denen konkrete mathematische Modelle entwickelt werden. Die zweite Säule ist das Modellierungsseminar, und die dritte Säule bildet das Studium eines technischen Anwendungsfaches. Das Ergänzungsfach kann dem Erwerb zusätzlicher berufsbezogener Qualifikationen dienen, wahlweise kann hier auch ein Informatik- oder ein weiteres Mathematikmodul belegt werden. Das Masterstudium Technomathematik wird im vierten Semester mit einer Masterarbeit abgeschlossen.

Ein Teil der Spezialveranstaltungen wird zusammen mit dem M.Sc. Mathematik genutzt, im technischen Anwendungsfach werden Module zusammen mit Hauptfachstudierenden dieses Faches absolviert

Ein Auslandsaufenthalt innerhalb des Masterstudiums bietet sich im zweiten oder dritten Semester an, wenn an der gastgebenden Universität eine inhaltliche Anbindung an die Technomathematik möglich ist. Insbesondere muss eine Verknüpfung zum Modellierungsseminar hergestellt werden, möglichst über persönliche Kontakte eines Bremer Hochschullehrers zur ausländischen Fakultät.

Anwendungsfächer
Das Studium eines technischen Anwendungsfach ist auch im Masterstudium integraler Bestandteil der Technomathematik. Im Umfang von mindestens 24 CP sollen Master- bzw. fortgeschrittene Bachelor-Veranstaltungen aus dem bereits im Bachelorstudium belegten technischen Fach belegt werden. Zur konkreten Ausgestaltung bieten die Anwendungsfächer indviduelle Beratungen an.

Praktische Erfahrungen
... sind in der Technomathematik besonders wichtig. Insbesondere im Modellierungsseminar arbeiten die Studierenden an realen Anwendungsproblemen und simulieren damit die konkrete Berufssituation des Technomathematikers. Die Masterarbeit ist ein zweiter großer Baustein im Masterstudium, in der sich die Studierenden mit praktischen Problemen auseinandersetzen; dies kann bis zu einer Abschlussarbeit gehen, die in einem Unternehmen oder einem Partnerinstitut durchgeführt wird (wobei ein Co-Betreuer auf der ZeTeM-Seite vorhanden sein muss).

Darüber hinaus sammeln viele Studierende praktische Erfahrungen, indem sie als studentische Hilfskraft in Anwendungsprojekten des Zentrums für Technomathematik mitarbeiten.

Lehrveranstaltungen, Prüfungen, Prüfungsformen
Typisch sind vierstündige Vorlesungen mit begleitenden Übungen, die als Prüfungsvorleistungen dienen, sowie Seminare auf fachlich und methodisch einem Masterstudiengang entsprechend hohen Niveau. Zur Reduktion des Prüfungsaufwands muss von den drei Vorlesungen, die gemäß Musterstudienplan zu absolvieren sind (Numerik PDE, Spezialfach 1, Spezialfach 2), nur eine mit einer benoteten Prüfung abgeschlossen werden.

Prüfungen werden in der Regel in mündlicher Form durchgeführt, zu den Seminaren werden Vorträge und schriftliche Ausarbeitungen präsentiert, im Modellierungsseminars wird letzteres noch durch die Erstellung eines Posters ergänzt.

Anforderungen

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Für die Aufnahme in einen Masterstudiengang ist der Abschluss eines Studiums auf Bachelor-Niveau Voraussetzung.
Die fachspezifischen Zugangsvoraussetzungen sind in der aktuellen Aufnahme-/Zulassungsordnung (s. u.) geregelt.
Darin enthalten sind auch die unterschiedlichen Fristen für die Nachweiserbringung.

Zulassungsfrei; es stehen Studienplätze für alle BewerberInnen zur Verfügung

Weitere Voraussetzungen

Benötigter Abschluss: Bachelor
Benötigte Berufserfahrung Nicht angegeben

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You can contact Dr. Ronald Stöver to ask a question about Technomathematik at University of Bremen.

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